Wasservögel in NOT!
Am Dienstag, den 16.02.2010, liefen die Telefone der Polizei, des Ordnungsamtes, des NABU und des Tierschutzvereines in Bad Oldesloe heiss.
Dafür sorgten mehrere Schwäne, die jetzt aufgrund des langen Winters Hunger darben und die Scheu vom Menschen verloren hatten. Sie suchten die Nähe der Oldesloer Bewohner, liefen auf den Hauptstrassen der Kreisstadt und einer, die Tierschützer nannten ihn "Fridolin", liess sich auf dem Mühlenplatz in der Innenstadt nieder.
Mitleid heischend wurde er mit Brot und Brötchen von Passanten gefüttert und mit Wasser von den Anwohnern versorgt.
Nachdem sowohl die Mitarbeiter der Stadt als auch eine Tierärztin des Ortes beschlossen, der Natur seinen Lauf zu lassen, nahm sich der Tierschutzverein des Tieres an. Gegen 18.00 Uhr fingen die freiwilligen Helfer Herr Klaus Spogis und Ronald Reher das imposante Tier ein, dass viel zu schwach war und kaum Gegenwehr leistete. Aufgrund dieses Gesamtzustandes beschlossen die Tierschützer "Fridolin" in ihre Obhut zu nehmen und setzten den Schwan in ein Aussengehege.
Geschützt, mit Futter und reichlich Heu und Stroh als Lagerplatz versorgt, überstand er die Nacht sehr gut und erholt sich zusehens.
Auf die dringende Bitte von Heike Reher, der 1. Vorsitzenden des Oldesloer Tierschutzes, hob die Stadt das Fütterungsverbot für Enten und Schwäne in der Travestadt für die Winterzeit auf. Nun haben die Tierschützer sofort gehandelt:
Ein Supermarkt gibt kostenlos Brot und Brötchen vom Vortag zur Fütterung an den Tierschutz ab. Ergänzt um Getreide
(Hafer, Gerste, Weizen) und Mais wurden sofort Fütterungsplätze im Bürgerpark, an der Hude, an der Trave hinter dem Amtsgericht und im Kurpark eingerichtet.
Die Tiere sollten auf keinen Fall mit Speiseresten oder Kuchen gefüttert werden. Ebenso sind Küchenabfälle jeglicher Art gesundheitsschädlich.
Um diese Fütterungen täglich durchzuführen, bitten die Tierschützer um ehrenamtliche Unterstützung. Wenn jemand Zeit und Lust hat, entweder morgens oder nachmittags bei der Versorgung der hungernden Tiere zu helfen, melde sich bitte bei Frau Reher unter Tel. 0172/5170901.

